Missbrauch durch katholische Kleriker in Deutschland: abscheuliche Vertuschung

Der ZEIT liegen die Ergebnisse der geheimen Studie der deutschen Bischofskonferenz vor: „1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. „Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar“, heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.“

Wir müssen uns hier auf die archivrelevanten Aspekte beschränken. In der Studie heißt es: „“In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation.“ Außerdem habe es „explizit die Information“ aus zwei Bistümern gegeben, „dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden“. Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: „Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Alle Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen.“ […] Das tatsächliche Ausmaß kann nie ganz erfasst werden. Niemand weiß, wie viele Akten über missbräuchliche Priester und untätige Mitwisser vernichtet wurden – sei es aus Vertuschungsvorsatz oder weil Personalakten eben nach einer gewissen Zeit vernichtet werden dürfen.“

Damit bestätigen sich Vorwürfe des Kriminologen Pfeiffer, über die wir 2013 berichteten.

Der Pennsylvania Grand Jury Report, der im August 2018 Aufsehen erregte, ist komplett zu lesen unter:

https://www.attorneygeneral.gov/report/

Zu Australien:

https://www.childabuseroyalcommission.gov.au/document-library

Siehe auch
https://archivalia.hypotheses.org/3960
https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche (derzeit 1094 Einzelnachweise!)
https://doi.org/10.5771/9783845259390 (kostenlos)

CatholicChurchAbuseScandalGraffitiPortugal2011.JPG
Par MillipedTravail personnel, CC BY 3.0, Lien

Der Beitrag steht unter der freien Lizenz CC-BY 4.0.

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Museumsinsel Berlin bei Google Arts & Culture

Museumsinsel Berlin. Mehr als 6000 Jahre Menschheitsgeschichte. – (Google Arts & Culture)

Via:
Umfangreicher Auftritt der Museumsinsel Berlin bei Google Arts & Culture. Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
https://artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

Rechtsfragen einer etwaigen Beteiligung der Bundeswehr an möglichen Militärschlägen der Alliierten gegen das Assad-Regime in Syrien

Rechtsfragen einer etwaigen Beteiligung der Bundeswehr an
möglichen Militärschlägen der Alliierten gegen das Assad-Regime in
Syrien. Sachstand. Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste. 10 S.

Via:
https://www.bundestag.de/dokumente/analysen/

Anlass:
Regierung prüft Tornado-Einsatz gegen Assad. Karina Mössbauer. In: BILD
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/angst-vor-giftgas-angriffen-auf-idlib-regierung-prueft-tornado-einsatz-57157952.bild.html

Land Brandenburg stärkt Promotionsmöglichkeiten an Fachhochschulen

Zukunftsprogramm für die Fachhochschulen des Landes Brandenburg (FH-Zukunft-BB). Wettbewerbliches Verfahren. Martina Münch. Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 9 S.

Via:
Land fördert Fachhochschulen mit jährlich 3,1 Millionen Euro. Stephan Breiding. Land Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
https://mwfk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.608816.de

Hintergrundinformationen:

Zugang von FH-/HAW-Absolventinnen und-Absolventen zur Promotion, kooperative Promotionen und Promotionsrecht. Petra  Meurer. Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). 54 S.

Promotionsrecht für Fachhochschulen und Promotionszugang von Fachhochschulabsolventen und Fachhochschulabsolventinnen in der Bundesrepublik Deutschland. Ansgar Keller. HTW Berlin. Stand: März 2018. 20 S.
Mit Synopse.
https://www.htw-berlin.de/fileadmin/HTW/Zentral/HSL_Promotion/Synopse_Promotionsrecht_FH-HAW__Maerz_2018_.pdf

Stroemfeld-Verlag: Die öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, früher feste Abnehmer, sind immer weniger interessiert.

Zur Insolvenz des Frankfurter Geschäftsteiles des Stroemfeld-Verlags:

Linke Verlage: Was einmal untergegangen ist, lässt sich nicht mehr wiederbeleben. Tom Strohschneider. In: OXI. Wirschaft anders denken. 09.09.2018

Bezug:
Von Spaß und Schande. Nach 48 Jahren als Verleger musste KD Wolff Insolvenz-Antrag stellen: Ein Besuch. Von Claus-Jürgen Göpfert.
http://www.fr.de/kultur/literatur/verlag-von-spass-und-schande-a-1578475

„Wolff brummt: ‚Die Bibliotheken sind weggebrochen.‘ Die öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, früher feste Abnehmer der Bücher, seien immer weniger interessiert. „

Der Frankfurter Stroemfeld Verlag beantragt Insolvenz. In der Buchbranche mehren sich die Krisensymptome. Von Jens Bisky
https://www.sueddeutsche.de/kultur/buchbranche-alarmzeichen-1.4120630

„Die Stroemfeld Verlag AG Basel ist vom Insolvenzantrag derzeit nicht betroffen, aber ohne Fördergelder, so KD Wolff, werde sich die in Basel erscheinende Robert-Walser-Ausgabe nicht mehr lange fortsetzen lassen. Wie es weitergeht, ist ungewiss, hängt vom Fortgang des Insolvenzverfahrens ab.“

2016: Der Stroemfeld-Verlag zu Open Access:

Open Access ist „ein Geschenk an Google und Konsorten“. Meint Uwe Jochum heute in der FAZ. Von Ben Kaden
https://libreas.wordpress.com/2016/11/23/uwe-jochum/

Die Entdeckung des „Faselns“. Der Stroemfeld-Verlag sieht sich über dem Diskurs. Von Ben Kaden
https://libreas.wordpress.com/2016/11/07/stroemfeld/

Ausführliche Bewertung des heute im Kabinett beschlossenen RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz

Ausführliche Bewertung des heute im Kabinett beschlossenen RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz. Matthias W. Birkwald. Bundestagsfraktion DIE LINKE, Rentenpolitischer Sprecher. – S. 3 – 6
S. 1 – 2: Zweite Bewertung des ‚Rentenpakts‘ vom 29.8.2018

Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz). Entwurf. Bundesregierung. 47 S.

Via:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/rentenpakt-beschlossen.html